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Leistungsmessung Brushless Motoren

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Carlos_S Drop Down anschauen
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    Gepostet: 08 Mai 2016 um 17:48
Mir ist aufgefallen, dass für Motoren unterschiedlicher Hersteller ganz unterschiedliche Leistungen angegeben werden. z.B. 

LRP X20 Stockspec 13.5T: 253 Watt
Team Orion Vortex VST2 Pro 13.5T: 330 Watt

Stimmen diese Leistungsmessungen, leistet der Vortex wirklich soviel mehr? Oder wird hier getrickst, z.B. dadurch dass die Motoren mit verschiedenen Spannungen oder mit unterschiedliche Timing gemessen werden?

Merkt man bei Motoren etablierter Hersteller mit der gleichen Windungszahl in der Realität einen Unterschied? Merkt man einen Unterschied zu Chinesischen Produkten wie z.B. Turnigy

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Costa Danskoi

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Beitrags-Optionen Beitrags-Optionen   Danke (1) Danke(1)   Zitat Nike Zitat  AntwortenAntwort Direkter Link zum Beitrag Gepostet: 11 Mai 2016 um 17:32
Zuerst mal ne kleine Erklärung: solche Werte nennt man Laborwerte, die unter pferkten Umständen erzielt werden. Ob du diese auch unter realen Umständen erzielst, ist ne andere Frage. Logischerweise geht wohl kein Hersteller mit tausenden von Motoren auf die Rennstrecke und testet jeden einzelnen auf seine Werte, wäre wohl ein ziemlicher Aufwand :-)
Nur kann man halt leider die Werte von ner Messstation nicht 1:1 übernehmen, denn 1) gibt es unzählige Regler, mit unterschiedlichen Programmen und 2) spielen ja mehr Faktoren ne Rolle. Die reine Rohleistung sagt ja nicht aus, dass der Motor XY so viel besser ist als der Motor YZ. Im Prinzip kannst du nur Motoren vergleichen, wenn sie 1) die gleiche Wicklung, 2) den gleichen Rotor (Magnetdurchmesser UND Material, also ob sintered oder bonded), 3) dasselbe Timing und 4) die gleichen Voraussetzungen haben. Rein von Werten auf Datenblättern...
Hab hier noch ne alte A.M.T., wo z.B. div. 9,5T Motoren verglichen wurden, in Theorie und Praxis. Da hatte man U/min von 20400 bis 28200 U/min und 200 bis 345W. Nun könnt man ja meinen, dass der Motor mit der höchsten Drehzahl auch am meisten W leistet, doch nee:der Nosram Dragon 9,5T lieferte 28200 U/min, aber nur 200W (mit bonded Rotor), der GM Sport 9,5T Purple wiederum 21600 U/min und 340W (mit sintered Rotor). Du siehst also, soooo einfach ist es nicht mit den Vergleichen :-)
Am ehesten geht es noch bei EFRA und IFMAR legalen Motoren, denn die müssen ja bzgl. Reglement gewisse Vorgaben erfüllen. Dadurch sind sie noch am ehesten(!) vergleichbar. Und bzgl. Chinaprodukten: nun, die meisten Motoren kommen von dort, selbst wenn dann ein europäischer Markennamen drauf steht ;-) Früher kauften einige Hersteller bei Feigao die Motoren ein und klebten einfach ihr Label drauf (z.B. die ganz alten Orion Vortex und GM Evo waren, wenn ich mich nicht mächtig irre, Feigao Motoren). Heisst jetzt nicht, dass alle dies machen, aber doch so einige. Wer aktuell der Hauptproduzent von Motoren ist, weiss ich leider nicht, da ich es nicht mehr so interessiert verfolge.
Und ob man es merkt... nun, wenn man ein Pro ist, der auf den Pisten jedes Mü fightet, dann merkt man evtl. auch Unterschiede zwischen dem 4,5T von XY und dem 4,5T von YZ. Aber viele normale 08/15-Fahrer merken da kaum grosse Unterschiede. Was anderes ist es, wenn man nen Motor mit bonded Rotor und einen mit sintered Rotor vergleicht, da merkt man den Unterschied eher noch). Ob es sich lohnt, wenn man sich darüber den Kopf zerbricht? Nun, muss jeder selber für sich wissen :-)

Editiert von Nike - 11 Mai 2016 um 20:17

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Danke für die Antwort! Im Prinzip kann man ja Maximalleistung und Wirkungsgrad mit Innenwiderstand und Io berechnen. Ist natürlich ein sehr vereinfachtes Modell, ohne Wirbelstromverluste, Timing Einfluss etc. Aber eben, die Hersteller geben die Innenwiderstände in den Datenblättern nicht an... dabei wäre das eine wichtige Grösse. Die Stärke des Magnets (d.h. bonded oder sintered, Rotordurchmesser) sollte, so wie ich das verstanden habe, auf Drehzahl und Drehmoment einen Einfluss haben, aber nicht unbedingt auf die Ausgangsleistung.

Abgesehen vom den Herstellerangaben betreffend Leistung fällt es zum Teil schon auf, dass verschiedene Tourenwagen mit unterschiedlichen Motoren, jeweils mit 13.5T im blinky mode, schon verschieden gut laufen. An was liegt das? Die Akkuzellen kommen ja oft auch alle aus der gleichen Küche, das alleine sollte es wohl nicht ausmachen und die Untersetzungen sind bei den Tourenwagen ja auch gleich (4.5). Vielleicht liegt es ja auch daran, dass einem das eigene Auto, das man selber fährt, immer langsamer vorkommt, als ein fremdes Auto als Zuschauer...
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